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ECMO in der Praxis
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Steigende Anzahl von ECMO-Einsätzen am Klinikum Hochsauerland

Der Bedarf an extrakorporaler Membranoxygenierung (ECMO) ist durch die Pandemie stark gestiegen – auch am Klinikum Hochsauerland in Arnsberg. Dort kommt die ECMO bei COVID-19 Patienten bereits frühzeitig zum Einsatz und zeigt sehr gute Ergebnisse.

Am Klinikum Hochsauerland werden aktuell etwa 85 Patienten pro Jahr mit der ECMO behandelt. „Das ist eine extreme Steigerung im Vergleich zum Zeitraum vor der Pandemie“, sagt Dr. med. Daniel Grießmann, Chefarzt für Innere Medizin-Kardiologie. „Zurzeit setzen wir vermehrt vv-ECMO ein, da wir sehr viele COVID-19-Patienten aus umliegenden Krankenhäusern zugewiesen bekommen, die unter einem akuten Lungenversagen leiden“.

Ob die ECMO zum Einsatz kommt, wird sehr individuell und mithilfe von Kriterien wie dem Horovitz-Index entschieden, von denen man sich bei COVID-19-Patienten jedoch zunehmend löst und dazu übergeht, frühzeitig eine ECMO-Therapie einzuleiten: „Wir haben gesehen, dass wir diesen Patienten mit der invasiven Beatmung mehr schaden als helfen. Bei vielen Patienten haben wir eine invasive Beatmung komplett vermieden, frühzeitig die vv-ECMO eingesetzt und damit sehr gute Ergebnisse erzielt“, erläutert Dr. Grießmann. „Die durchschnittliche Therapiedauer ist individuell sehr unterschiedlich und liegt bei uns im Moment bei 7,8 Tagen, häufig auch länger“.

Die Behandlung nach Einsatz der ECMO zeigt unterschiedliche Verläufe. Ist ein Patient nur wenige Tage an die ECMO angeschlossen, reicht meist eine kurze Nachbehandlung. Dazu gehören beispielsweise Patienten mit Herzinfarkt, die für eine kurze Zeit eine va-ECMO erhalten und häufig bereits nach einer Woche entlassen werden können. Patienten, die mit COVID-19-Pneumonie über Wochen an der vv-ECMO liegen, müssen sich anschließend einer Rehabilitation unterziehen.

Das Klinikum Hochsauerland ist überzeugt von Getinge’s mobilem Herz-Lungen-Unterstützungssystem Cardiohelp: „Wir sind mit diesem ECMO-System extrem flexibel. Bei manchen Patienten kann kein direkter Transport zu uns ins Zentrum erfolgen. Diese müssen wir zunächst in andere Krankenhäuser fahren und dort an die ECMO nehmen. Dank der ausgefeilten und gut funktionierenden Transportsysteme der Cardiohelp können wir die Patienten am Boden, aber auch mit dem Hubschrauber hervorragend in unser Haus transportieren.“

Großen Wert wird auf intensive Mitarbeiterschulung und eine hohe Anwendersicherheit gelegt: „Es ist ja erst einmal ein gewisses Hemmnis, dieses invasive Therapieverfahren zu bedienen. Ganz wichtig ist, dass man alle mitnimmt. Bei uns wird die ECMO von speziell ausgebildeten Ärzten bedient, und gemeinsam mit unserem Pflegeteam betreuen wir die Patienten sehr intensiv.“

Bereits seit 2008 setzt Dr. Grießmann die ECMO ein, um invasive Beatmung zu vermeiden und die Kapazitäten sollen weiter erhöht werden: „Wir haben festgestellt, dass invasive Beatmung bestimmten Patientengruppen schadet oder kontraindiziert ist. Mit der ECMO können wir sehr lungen-protektiv behandeln. Und deswegen gehört der EMCO-Therapie die Zukunft.“

 

Schauen Sie hier das ganze Interview mit
Dr. med. Grießmann

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